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Einführung / Kurzbeschreibung

Ein Barock-Wettstreit in memoriam Roger Willemsen: Geiger Daniel Hope "in disputationem" mit Autor Karl-Heinz Ott

Musik von A. Falconieri, G. Friedrich Händel, D. Ortiz, N. Matteis, J. P. von Westhoff, JM. Leclaire, A. Vivaldi, J. Sebastian Bach

Daniel Hope Violine
Simos Papanas Violine
Nicola Mosca Violoncello
Emanuelle Forni Laute
Naoki Kitaya Cembalo
Michael Metzler Schlagwerk


Karl-Heinz Ott Rezitation


Von zwei Seiten aus – Daniel Hope auf dem Feld der Musik, Roger Willemsen auf dem Feld der Dichtung – machten sich zwei Liebhaber des Barock auf, um Ungehörtes und Unerhörtes auszugraben, zu erläutern und zu interpretieren. Einen vergleichbaren Versuch hat es so wohl noch nicht gegeben: die parteiische Darstellung einer Zeit in der Zusammenschau ihrer musikalischen und poetischen Ausdrucksformen, inszeniert wie der Wettstreit zweier Kunstformen einer Epoche. Geplant war auch ein persönliches Aufeinandertreffen auf der Bühne. Der Tod von Roger Willemsen machte es notwendig, an seiner Stelle einen würdigen Streiter für das Wort zu finden. Mit dem Freiburger Karl-Heinz Ott, einem mehrfach ausgezeichneten Autor, Dramaturgen und Stückeschreiber, wurde dafür die ideale Besetzung gefunden. Ott präsentiert sich mit der 2008 erschienen Biografie „Tumult und Grazie – Über Georg Friedrich Händel“ als fundierter Kenner der Epoche des Barock.

Hope und Ott werden in memoriam Roger Willemsen ihre Versionen der Zeit gegeneinander halten, Hope, darstellend und spielend, begleitet von einem kleinen Ensemble, Ott, erläuternd und lesend. Beide im lebendigen, auch improvisierten Austausch auf der Suche nach dem Gesicht unter den Perücken, dem radikalen, derben, komischen, kühnen, dem frischen Bild des Barock.